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Diabetes: Keine Euphorie bei der Transplantation PDF Drucken E-Mail
Zellen verpflanzen, die Insulin produzieren diese Behandlungsmethode für Typ-1-Diabetiker sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Doch laut einer neuen Studie hält sich der Erfolg in Grenzen. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. James Shapiro von der University of Alberta im kanadischen Edmonton. Mit seinem Team untersuchte er 36 Typ-1-Diabetiker, denen Ärzte so genannte Inselzellen übertragen haben. "Die Ergebnisse nach zwei Jahren sind eher ernüchternd", kommentiert Dr. Anja Lütke, Medizinerin am Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf, die Studie.

Bei der Transplantation entnehmen Ärzte Insulin herstellende Zellen aus der Bauchspeicheldrüse von Organspendern. Der Empfänger erhält sie über einen Katheter in die Leber transplantiert. Der gesamte Eingriff findet unter lokaler Betäubung statt. Die Patienten müssen nur für kurze Zeit im Krankenhaus bleiben. Die übertragenen Inselzellen sollen sich in der Leber verteilen, um von dort aus die Hormone Insulin und dessen Gegenspieler Glukagon, die den Blutzucker regulieren, abzugeben.

"Entgegen der Hoffnungen der letzten Jahre zeigt die Methode der Inselzelltransplantation nur begrenzte Wirkung", so Lütke. Viele Patienten müssen sich vorübergehend zwar kein Insulin mehr injizieren. "Doch die Leistung der transplantierten Zellen lässt mit der Zeit wieder nach", erläutert die Medizinerin. Außerdem benötigen die meisten Patienten mehr als eine Transplantation. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Spenderorgane sei jedoch begrenzt.
 
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